Tischtennisbezirk Stuttgart

Kurt Finkbeiner ist tot

Wer Kurt Finkbeiner bei seinem Engagement für den Tischtennis-Bezirk erlebte, hatte einen echten Teamarbeiter an seiner Seite. Ihm ging es vor allem darum, dass „alles klappt und die Leute zufrieden sind“, wie er in schönstem schwäbisch bei Vorstandssitzungen oder bei Veranstaltungen in der Halle Nord erklärte. Ob als Ressortleiter Einzel- oder Mannschaftssport - immer war wichtig, dass Lösungen für aufkommende Schwierigkeiten gefunden wurden. Dabei waren Kurt Gedanken von Macht und Hierarchie bei seinen Aufgaben fremd. Die Menschen sollten ihren Tischtennissport mit Freude ausüben, ihm ging es um die Sache. Dazu wollte er einfach seinen Beitrag leisten.

Kurt im Kreis der Bezirksvorstandskollegen

Einen Beitrag zu leisten bedeutete für Kurt, immer hilfsbereit zur Verfügung zu stehen: Ob es galt, kurz vor Veranstaltungen noch Turniermaterialien in der Geschäftsstelle abzuholen oder einem Ressortleiter-Kollegen unterstützend zur Seite zu stehen – keine Mühe war Kurt zu groß. Diese Beobachtung war auch deshalb erstaunlich, weil Kurt von Kind auf eine starke Gehbehinderung zu tragen hatte. Ein Klagen darüber hörte man nie. Im Gegenteil: „Mit dem Fahrrad bin ich in der Stadt sowieso schneller unterwegs als alle Autos“, wie er manchmal kokettierte. Und so stand er dann häufig abends bei Vorstandssitzungen in voller Radler-Montur voller Tatendrang vor versammelter Mannschaft.

Bodenständigkeit und Bescheidenheit – das waren neben seiner Hilfsbereitschaft weitere Eigenschaften von Kurt. Gelang in der Bezirksarbeit einmal etwas nicht so gut, ergriff er die Initiative, um es zukünftig besser zu organisieren. Wurden Veranstaltungen zum Erfolg, sprach er stets von „WIR im Bezirksvorstand“. Sich selbst erwähnte er dabei nie. Überhaupt: In einer Zeit der Politik und Gesellschaft mit den Sozialen Medien, in der spaltende Menschen auf dem Vormarsch sind, lebte Kurt das wohltuende Kontrastprogramm eines nicht ich-bezogenen Menschen. „Vereinen“ war ein Lebensmotto von ihm: Meinungen und Lösungsmöglichkeiten vereinen, Menschen vereinen und Vereine vereinen – ein Bezirksmitarbeiter, wie er im Buche steht.

So werden wir ihn immer in guter Erinnerung behalten. Danke Kurt, dass Du einer von uns warst!

Thomas Walter, für den Bezirksvorstand

 
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